Gestern? Vorbei! Morgen? Kommt nie! - Leben im Hier und Jetzt!

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Es ist Samstag. Heute vor fast einer Woche habe ich beschlossen den Samstag zu "meinem" Tag zu machen. An jedem Samstag wird ab sofort gebloggt. Keine Ausnahmen. Keine Ausreden. Nada.

Um mein Unterfangen auch noch etwas zu untermauern, habe ich drei Personen mit ins Boot geholt: Meine Eltern und meinen Bruder. Sobald ich einen Samstag aussetze, schulde ich ihnen eine Quadrillion Euro - ok etwas weniger. Ich wuerde es auch ohne diese Verpflichtung machen bzw schaffen, aber das geht als guter "Verstaerker" durch ;)

Heute war ich im Auftrage der Johanniter im Besuchsdienst unterwegs und bin mit den Gedanken noch sehr bei der lieben aelteren Dame. Daher schreibe ich heute hier nicht ganz so viel und moechte lieber eine kleine Geschichte mit euch teilen.

Diese Geschichte habe ich aus dem Buch "Sieger erkennt man am Start - Verlierer auch" von Dieter Lange. Ein sehr, sehr gutes Buch. Aktuell bin ich noch mittendrin, aber trotzdem .. ich kann es nur empfehlen :)

So hier nun aber die Geschichte:

Vor langer Zeit schon war den Goettern klargeworden, dass es nicht gut sei, wenn die Menschen ihr Glueck faenden, bevor sie tatsaechlich reif genug dafuer waren. Also entschieden sie, es so lange zu verbergen, bis die Menschen die richtige Einstellung hatten, um das Glueck zu fassen.

GipfelstuermerEiner der Goetter schlug vor, das Glueck auf dem hoechsten Berg der Erde zu verstecken. Aber schnell erkannten die uebrigen Goetter, dass es dort nicht sicher sei, da der Mensch schon bald alle Berge erklommen haben wuerde.

Ein anderer schlug vor, das Glueck an der tiefsten Stelle des Meeres zu vergraben. Aber auch dort, so befuerchteten die Goetter, wuerden die Menschen es bald gefunden haben.

Da machte der weiseste aller Goetter einen Vorschlag: "Ich weiss, was zu tun ist. Lasst uns das Glueck dort verstecken, wo der Mensch zuletzt nachschaut: in ihm selbst! Es wird dort erst dann danach suchen, wenn er reif genug ist, zu verstehen, denn er muss dazu den Weg in sein Inneres gehen."

Die anderen Goetter waren von dieser Idee sehr angetan, und so versteckten sie das Glueck des Menschen tief in ihm selbst.

 Das Glueck ist in uns. Es ist so naheliegend - im wahrsten Sinne ;) - und scheint doch so unerreichbar manchmal. In jedem Moment unseres Lebens haben wir die Chance den Dingen, die um uns herum geschehen, etwas positives abzugewinnen. Denn: Alles ist grundsaetzlich erst einmal wertfrei. 

Gedankenspiel:

Stell dir vor du treibst durch den Tag, wie ein Ast auf einem Fluss. Andere Personen und auch Ereignisse sind nur andere "Objekte", die mit dir diesen Fluss entlang treiben. Mal eckt man aneinander an .. mal schippert man lange ruhig nebeneinander her. Auch das ist alles wertfrei. Probier es morgen einmal aus: Nimm den Tag und die anderen um dich herum wahr >> so wie sie sind << . Versuche keine Erwartungen zu haben oder haenge die Messlatte an diesem Sonntag einmal so niedrig, dass alle - auch du :) - mit Freude immer darueber hinwegkommen.

Findest du die Uebung schwer? Gibt es einen Haken? Teile es mit mir hier in den Kommentaren. Ich bin gespannt :)

2 Comments :

Lydia wrote...
Sehr gut und verständlich und das mit der Messlatte werde ich morgen gleich mal versuchen umzusetzen. Gute Nacht und einen schönen Tag mit Oma deine Mama
August 8, 2015 10:52
Tom wrote...
Sehr schön. Die Idee mit den Ästen auf dem Fluss habe ich im Straßenverkehr schon angewandt und hat sehr gut funktioniert!
August 8, 2015 08:42

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